Archive for the ‘Pferdehaarschmuck’ Category

Wer kann das nicht gebrauchen, eine echte Glückssträhne. Bei Equiartes gibt es sie, echte Glückssträhnen aus edlem Pferdehaar. Ob einfarbig, buntgemixt, mit Edelstein oder echtem Türkis, Equiartes hält eine kleine aber feine Auswahl an Glückssträhnen für Sie bereit!

Drei verschiedene Größen erlauben uns vielfältige Tragemöglichkeiten. Die Glückssträhne eignet sich zum Beispiel für den Schulranzen, den Hausschlüssel, die Handtasche oder sogar das Zaumzeug Ihres Pferdes. Auch am Rückspiegel ihres Autos, im Truck und neben ihrem PC findet sie ihren Platz.

Verschenken wir eine Glückssträhne an einen lieben Menschen so wollen wir damit ausdrücken dass ihm in seinem Leben viel Glück beschieden sein soll. Wir wünschen ihm Glück und untermauern dies symbolisch mit einer Glückssträhne aus Pferdehaar. Wie schon das alte Sprichwort sagt, liegt das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde. Die Glückssträhnen sind Schmuckstück und Handschmeichler zugleich, sie erfreuen das Auge und fühlen sich wunderbar an wenn man sie durch die Hand gleiten lässt. Damit wir unser Glück immer vor Augen haben ist an jeder einzelnen Strähne ein kleines Edelstahlplättchen mit der Gravur „Glückssträhne“ angebracht.

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Seit ich denken kann dreht sich bei mir alles um Tiere! meine erste große Liebe war der Dackel eines Nachbarn dessen Gesicht ich auch nach 45 Jahren noch deutlich vor meinem inneren Auge sehe (…das des Dackels, nicht des Nachbarn…)

Lange Zeit waren Tiere für mich unerreichbar bis mir (wofür ich ihnen ewig dankbar sein werde) meine Eltern meinen ersten Hund schenkten!
Diese Hündin, Tilly, begleitete mich 15 Jahre und ihr folgten viele einzigartige, treue, anhängliche und manchmal auch recht schwierige Artgenossen. Dann kam Gina in mein Leben. Dieses erste eigene Pferd hat mich über viele Jahre geprägt und ich bin dankbar für die fast 32 Jahre die wir zusammen verbringen durften! Gina verdanke ich viel! Alles habe ich an ihr ausprobiert, egal ob Sattel, Gebiss oder Reitweise um zu Ende heraus zu finden dass es ohne alles am Schönsten ist! Alle meine Kinder hat sie getragen, meine Enkelkinder neugierig begrüßt und mir die Haare für meine ersten Versuche, Pferdehaar zu flechten, geliefert.

Eine weitere Leidenschaft, die mein Leben gepägt hat, ist der Umgang mit kleinen, schönen Dingen! Steine sammeln, Indianerperlen weben, fädeln und verknüpfen, alle Arten von Stricken, Häkeln, Nähen, je kleiner je lieber, je vertrackter um so besser… Es gibt nichts was ich noch nicht verflochten hätte… Heubändel, Stroh, Blätter, Federn, Gras, das Fell meiner Hunde, meine eigenen Haare und irgendwann, endlich: Pferdehaare! Ich hatte mir mein erstes Knotenhalfter geknüpft und wollte es etwas „aufhüpschen“ – Das war die Geburt meiner Werkstatt!

Bald schon waren meine eigenen Pferde abgeerntet und ich musste Pferdehaare dazu kaufen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Sabine aus Nürnberg die mir mit Ihrer Kiste eine neue Welt eröffnet hat!!

Inzwischen haben wir uns im schönen Franken niedergelassen. Hier haben wir einen Platz gefunden wo wir mit unseren Pferden, Hunden und Hühnern auf einem wundervollen Fleckchen Erde leben. Wir ergänzen uns gut. Meine Schwester Fanny betreut meine Seiten im Web, macht tolle Bilder und hat Sitzfleisch am PC. Ich arbeite in der Werkstatt, fertige die Schmuckstücke, jedes Einzelne in liebevoller Handarbeit,  entwickle Neues, fotografiere und traue mich mittlerweile auch schon, die Bilder zu bearbeiten.

Für mich sind es immer noch kleine Wunder die nichts von ihrem Zauber verloren haben auch wenn mittlerweile viele Hundert  durch meine Hände entstanden sind! Ich liebe diese Arbeit und wünsche mir, immer weiter Flechten zu können und dabei immer Besser zu werden!

Eine Frage, die mir oft gestellt wird:

Haare schneiden vor oder nach dem Tod des geliebten Pferdes?

Eine Antwort darauf kann ich nicht geben. In vielen, oft sehr zu Herzen gehenden Gesprächen mit meinen Kunden habe ich feststellen können daß es zwei Gruppen gibt: Die einen können sich nicht vorstellen bei ihrem toten Freund Schweifhaare abzuschneiden und bei den anderen ist es genau umgekehrt. Oft kommt die Konfrontation mit diesem Thema auch sehr plötzlich und wir hatten vorher keine Zeit uns darüber Gedanken zu machen.

Zur Aufklärung sei aber Folgendes gesagt: Auch wenn wir unser Pferd mit Schweif in die Ewigen Jagdgründe verabschieden wollen, kommt es dort in den allermeisten Fällen ohne an! Da wir unseren Freund nicht wie eine Katze im Garten beerdigen können ( ist ja sowieso verboten) müssen wir den Abdecker bemühen. Der holt unser Pferd mit einem speziellen Transporter ab und bringt es zur Abdeckerei. Der weitere Werdegang ist dann verschieden doch eines ist meistens gleich: der Schweif wird mit samt der Schweifrübe abgetrennt und gegerbt.Diese Pferdeschweife sind beliebt bei Fasnachtskostümen  und diversen anderen Veranstaltungen.

Ich selbst finde die Vorstellung nicht sehr tröstlich. Ist der Schweif allerdings schon unterhalb der Schweifrübe abgeschnitten erübrigt sich das Gerben für den ( Schlachter ) Abdecker.  Sicher findet sich eine Vertrauensperson die das für uns gerne übernimmt ( Danke Erika! ) und selbst wenn wir uns nicht vorstellen können ein Schmuckstück daraus fertigen zu lassen können wir den Schweif unseres Pferdes im Garten begraben ( nicht verboten, so viel ich weiß! ).

Aus eigener Erfahrung mit dem Tot meiner geliebten Gina weiß ich wie schwer dieses Thema ist. Der Schweif meiner Stute liegt eingeschlagen in weißes Seidenpapier neben ihrem Bild. Ab und zu nehme ich ihn heraus, sehe die Haare an, rieche an ihnen und streichle sie. Immernoch fließen Tränen und ich kann es nicht glauben.  Es dauert seine Zeit. Und ein Patentrezept gibt es einfach nicht.

Mich tröstet die Vorstellung daß es für sie jetzt keinen Zaun mehr gibt die sie daran hindern die Mirabellen auf der anderen Seite zu fressen, ihre Beine nicht mehr schmerzen und es nie mehr zu kalt oder zu heiß ist. Sicher gibt es in den ewigen Jagdgründen auch keine lästigen Fliegen oder gemeine Bremsen. Und ich wünsche mir daß sie ihren langjährigen Stallkameraden Gharib wieder gefunden hat und sie nun gemeinsam über die immergrüne Wiese galoppieren. Ich hoffe, es geht ihr gut, wo immer sie sein mag. Ich vermisse sie.

Obwohl ich sozusagen an der Quelle sitze kann ich mich noch nicht für ein Schmuckstück entscheiden, bin gradezu geizig mit ihren Haaren, möchte kein einziges verschwenden… Ich warte noch. Sie hatte so wundervolles, weißes Schweifhaar. Natürlich habe ich schon zu ihren Lebzeiten Armbänder von ihrem Schweif gemacht doch ich spüre nun genau den Unterschied. Es ist ein anderes Gefühl ihr Haar zu nehmen, nun da sie tot ist. Ich kann meine Kunden verstehen. Wie gesagt, jeder empfindet es anders. Und es braucht Zeit.

Pferdehaar ist ein wundervoller Werkstoff. In diesem Material vereinen sich  Farbenvielfalt mit Natürlichkeit und edlem Glanz. Doch wie bei uns Menschen kann die Qualität des jeweiligen Haares sehr unterschiedlich sein. So unterscheidet sich das Haar nicht nur in Farbe und Länge, auch die Dicke und innere Struktur des Pferdehaares können sehr verschieden sein. Ein und das selbe Schmuckstück kann aus den Haaren zweier verschiedener Pferde ein völlig anderes Endresultat ergeben. So kann zum Beispiel das Haar eines Arabers ( meist sehr fein und eher dünn) ein geschmeidiges, biegsames Armband ergeben wogegen sich mancher Friese oder Tinker anfühlt wie Draht. Natürlich bestätigen auch hier  Ausnahmen die Regel doch sind leichte Tendenzen, was einzelne Rassen angeht, durchaus zu erkennen. Auch ist weißes Haar ganz anders als Schwarzes oder Braunes. Füchse sind ebenfalls erfahrungsgemäß mit sehr feinem, seidigem Haar ausgestattet was nicht heißen soll das sie dünne Schweife haben, im Gegenteil. Mit fein ist in diesem Fall das einzelne Haar, nicht der gesamte Schweif gemeint.

Um ein Schmuckstück aus Pferdehaar zu flechten benötige ich eine Strähne aus dem Schweif. Um diese zu erhalten heben wir die Schweifrübe des Pferdes etwas an und teilen eine Strähne, ungefähr so dick wie ein kleiner Finger ab. Nehmen sie nicht das Deckhaar sondern eine Strähne aus der Mitte. Achten sie darauf daß sie so lange wie möglich ist. Hat der Schweif mehrere Farben an unterchiedlichen Stellen können sie auch kleinere, dafür mehrere Strähnen schneiden. Sind sie mit der “ Ernte“ fertig fixieren sie die Haare mit einem Gummi direkt an der Schnittstelle damit das Haar auf einer Länge bleibt. Falls ihr Pferd bei dieser Prozedur unruhig ist oder sie selbst unsicher sind bitten sie eine Stallkameradin oder Freundin um Hilfe. Die meisten Pferde finden nichts dabei, Haare schneiden tut schließlich nicht weh! Wie die Qualität des Pferdehaares ist auch dessen Wachstum von Pferd zu Pferd sehr unterschiedlich. Wenn sie die Strähne gut von Innen schneiden dürfte das Nachwachsen des Schweifhaares kaum auffallen. Es ist interesannt zu beobachten, welches Pferd welches Wachstum hat.

Oft findet man im Stall oder auf der Koppel eine ausgerissene Strähne des Schweifes, auch damit kann man, je nach Dicke der Strähne, ein Schmuckstück herstellen.

Die Haare sollten lediglich von grobem Schmutz, Stroh und Einstreu befreit sein. Waschen ist überflüssig, das Pferdehaar durchläuft hier einen speziellen Reinigungsprozess. Nach der Reinigung wird das Haar getrocknet und entwirrt, handverlesen und sortiert. Das Erfordert viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung. Haare die schon geknickt sind oder Spliss aufweisen werden aussoptiert, ebenso verletzte oder gebrochene Haare. Dennoch ist und bleibt Pferdehaar ein ganz individueller Werkstoff. Medikamente oder Streß können sich in seltenen Fällen auch nach dem Tod des Pferdes noch auswirken und das Haar mit der Zeit matt und spröde werden lassen.

Ein Schmuckstück aus Pferdehaar ist grundsätzlich jedoch sehr robust. Im letzten und vorletzten Jahrhundert wurden hauptsächlich Gebrauchsgegenstände wie Stricke, Halfter, Taschen und Zaumzeuge daraus gefertigt denn andere Materialien waren rar. Wenn wir unser Pferdehaarschmuckstüch sorgsam behandeln und einige Regeln beachten werden wir sehr lange Freude daran haben.

Eine Gefahrenquelle für Schmuck aus Pferdehaar sind unser Haustiere. Immer wieder wird mir berichtet das ein Armband oder eine Kette einem unbeaufsichtigten Haustier zum Opfer gefallen ist. Ein kleiner Welpe hat beispielsweise ein wunderschönes Armband durchgebissen als meine Kundin ihn auf dem Arm hatte. Katzen lieben diesen Schmuck, bei sämtlichen Arten von Nagern ist Vorsicht geboten und sogar ein Wellensittich hat schon eine Halskette zerstört. Mit Kratzen, Beißen, Reiben an scharfen Gegenständen ( Achtung bei der Gartenarbeit ) und Feuer sollten wir unseren Pferdehaarschmuck nicht konfrontieren. Männern rate ich ihren  Schmuck aus Pferdehaar beim Rasieren immer abzulegen. Ein Armband ist auch kein Abschleppseil!

Eine Dusche übersteht unser Armband problemlos, dennoch rate ich dazu den Schmuck bei der Körperpflege lieber abzunehmen. Sollte unser Schmuckstück mit der Zeit einmal eine Reinigung benötigen machen wir das mit einem guten Geschirrspülmittel.

In meinem Archiv befinden sich mittlerweile weit über 1000 verschiedene Pferdehaare. Nachdem ein Auftrag beendet ist wird das übrige Haar zusammen mit dem Schriftverkehr sorgsam in einem Klarsichtbeutel abgelegt der mit Namen,  Anschrift sowie Monat und Jahr des Auftrages beschriftet ist. Die eingelagerten Pferdehaare meiner Kunden werden ausschließlich für diese verwendet und ansonsten nicht in Umlauf gebracht. Manchmal werden mir die Resthaare ausdrücklich zur Weiterverarbeitung überlassen, dann werden daraus Modelle für meine Veranstaltungen und meinen Ausstellungsbereich. Das Pferdehaar das ich darüber hinaus benötige kaufe ich zu. Es stammt aus der Mongolei. Nur dort habe ich bisher diesen wundervollen Goldton gesehen ( Danke Sabine!).

Werden mir Pferdehaare zugeschickt behandle ich diese so als wären sie von meinem eigenen Pferd. Während des gesamten Be- und Verarbeitungsprozesses sind die Haare mit dem Namen des Besitzers und des Pferdes gekennzeichnet. Ich empfinde es wie einen Schatz,  ein Schatz den es zu hüten gilt!

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